
Ruisleipä
Ruisleipä ist das dichte Roggenbrot, das seit Jahrhunderten die finnische Ernährung stützt, ein Brot, das so grundlegend für die kulinarische Identität des Landes ist, dass viele Finnen lange Auslandsreisen ohne es kaum ertragen können. Finnlands raues nördliches Klima eignet sich besser für den Anbau von Roggen als von Weizen, was Roggen zum Grundgetreide der traditionellen Küche machte. Der langsame Fermentationsprozess mit natürlichem Sauerteig statt kommerzieller Hefe entwickelt die komplexen, leicht säuerlichen Aromen, die für dieses Brot charakteristisch sind — ein Prozess, der von einem Sauerteigansatz zum nächsten ganze Tage dauern kann. Ruisleipä wird traditionell in extrem dünne Scheiben geschnitten gegessen, oft mit Butter, Käse oder Räucherfisch belegt, und viele im Ausland lebende Finnen nennen das Vermissen dieses speziellen Brotes als eines der stärksten Heimweh-Gefühle.
Vollkorn-Roggenmehl
Dunkles Mehl mit intensivem, leicht säuerlichem Geschmack
Natürlicher Sauerteig
Lange fermentierter Teig, ohne kommerzielle Hefe
Dichte Krume
Kompakte, feuchte Textur, ohne große Luftlöcher
Einmal gebacken
Ein großer Laib, tagelang dünn geschnitten
Zutaten 4 Portionen
- 500 g Vollkorn-Roggenmehl
- 200 g aktiver Roggensauerteig
- 350 ml lauwarmes Wasser
- 1 EL Malzsirup
- 2 TL Salz
- 1 TL gemahlener Kümmel
- Roggenmehl zum Bestäuben
- Butter zum Servieren
- Käse oder Räucherfisch zum Servieren
Zubereitung
- 1Den aktiven Roggensauerteig mit dem lauwarmen Wasser in einer großen Schüssel vermischen, dabei gut mit einem Holzlöffel auflösen.
- 2Malzsirup, Salz und gemahlenen Kümmel hinzufügen, dann nach und nach das Roggenmehl einarbeiten, bis ein klebriger, dichter Teig entsteht.
- 3Anders als Weizenteig wird Roggenteig nicht lange geknetet — er wird nur vermischt, bis sich die Zutaten verbinden, da Roggen viel weniger Gluten enthält.
- 4Eine dicke Schicht Roggenmehl auf den Boden einer gefetteten Kastenform streuen, dann den klebrigen Teig direkt in die Form gießen und die Oberfläche mit einem feuchten Löffel glätten.
- 5Die Form mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort 3-4 Stunden gehen lassen, bis der Teig merklich aufgeht, wenn auch nicht so stark wie Weizenteig.
- 6Bei 200°C 20 Minuten backen, dann die Temperatur auf 175°C senken und weitere 50-60 Minuten backen, bis das Brot beim Klopfen auf den Boden hohl klingt.
- 7Aus der Form nehmen und vollständig abkühlen lassen, idealerweise über Nacht, bevor es in sehr dünne Scheiben geschnitten wird.
Nährwertangaben
pro Portion (~350 g)
Geschätzte Nährwertangaben.
Passt perfekt zu








