
Cao Lầu
Cao lầu ist untrennbar mit der Hafenstadt Hội An verbunden, und der Überlieferung nach schmeckt das Gericht nur richtig, wenn es mit Wasser aus dem alten Bá-Lễ-Brunnen der Stadt zubereitet wird, dem man die charakteristische Festigkeit der Nudeln zuschreibt. Der Herstellungsprozess der Nudeln selbst entlehnt aus der regionalen Handelsgeschichte: Die dicken, bissfesten Stränge haben eine Textur, die eher japanischem Udon ähnelt als jeder anderen vietnamesischen Nudel — ein Erbe, das manche Kulinarikhistoriker auf japanische Händler zurückführen, die sich vor Jahrhunderten in Hội An niederließen, als die Stadt ein bedeutender Handelshafen war. Anders als die meisten vietnamesischen Nudelgerichte wird Cao lầu fast trocken serviert, nur mit so viel Bratensaft vom Schweinefleisch und Frühlingszwiebelöl benetzt, dass die Nudeln überzogen sind, statt in Brühe zu ertrinken. Die Kombination aus geröstetem Schweinefleisch, frischen Kräutern, Sojasprossen und knusprigen frittierten Reischips obenauf verleiht jeder Schale eine Mischung an Texturen, die man selten in einem einzigen Gericht findet, und die Einwohner von Hội An halten es noch immer für unmöglich, es authentisch außerhalb der Altstadt nachzubilden.
Nur mit Wasser aus einem uralten Brunnen zubereitet
Traditionelles Cao lầu wird mit Wasser aus dem jahrhundertealten Bá-Lễ-Brunnen in Hội An zubereitet, geschätzt für sein Mineralgleichgewicht, das den Nudeln ihren festen, leicht bissfesten Charakter verleiht.
Dicke Nudeln, näher an japanischem Udon
Die Nudeln sind dick, blassgelb und werden nur leicht mit Sauce benetzt statt in Brühe zu schwimmen — eine Textur, die Cao lầu von Vietnams üblichen Suppennudeln abhebt.
Schweinefleischscheiben im Char-Siu-Stil
Dünne Schweinefleischscheiben werden in Fünf-Gewürze-Pulver und Sojasauce mariniert, dann geröstet, bis die Ränder karamellisieren, und kurz vor dem Servieren über die Nudeln gelegt.
Knusprige Reischips für den Crunch
Kleine, frittierte Reispapierquadrate werden obenauf gestreut und geben einen knackigen Kontrast zu den bissfesten Nudeln und dem zarten Schweinefleisch.
Zutaten 4 Portionen
- 400g Cao-lầu-Nudeln (oder dicke frische Reisnudeln)
- 300g Schweineschulter, in dünne Scheiben geschnitten
- 2 EL Sojasauce
- 1 TL Fünf-Gewürze-Pulver
- 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 100g Sojasprossen
- 2 Blatt Reispapier, geschnitten und knusprig frittiert
- Frische Kräuter (Minze, vietnamesischer Koriander), zum Servieren
- 2 EL Frühlingszwiebelöl, zum Beträufeln
Zubereitung
- 1Die Schweinefleischscheiben mindestens dreißig Minuten in Sojasauce, Fünf-Gewürze-Pulver und gehacktem Knoblauch marinieren.
- 2Das marinierte Schweinefleisch im heißen Ofen oder auf dem Grill rösten, bis die Ränder karamellisieren und die Mitte gerade durch ist, dann dünn aufschneiden.
- 3Die Sojasprossen kurz in kochendem Wasser blanchieren und beiseitestellen.
- 4Die Cao-lầu-Nudeln mit etwas vom Bratensaft des Schweinefleischs oder ein wenig Brühe erwärmen, gerade genug, um sie weich zu machen, ohne dass sie suppig werden.
- 5Das Frühlingszwiebelöl in einer kleinen Pfanne erhitzen, bis es duftet, dann zum Beträufeln beiseitestellen.
- 6Die geschnittenen Reispapierquadrate in heißem Öl frittieren, bis sie aufpuffen und golden werden, dann auf Küchenpapier abtropfen lassen.
- 7Die warmen Nudeln in einer Schale anhäufen, mit dem gerösteten Schweinefleisch, Sojasprossen, Kräutern und Reischips belegen und vor dem Servieren mit Frühlingszwiebelöl beträufeln.
Nährwertangaben
pro Portion (~350 g)
Geschätzte Nährwertangaben.
Passt perfekt zu






