
Satsivi
Der Name Satsivi kommt vom georgischen Wort für „kalt" — ein klares Zeichen dafür, wie es serviert wird, anders als fast jedes andere georgische Hauptgericht, das heiß direkt vom Herd gegessen wird. Genau dieses Merkmal macht Satsivi zum idealen Gericht für das georgische Neujahr: Es wird ein bis zwei Tage im Voraus zubereitet, und der Geschmack vertieft sich, während es gekühlt steht, was den Gastgeber am Feiertag vom Kochen befreit. Die Saucentechnik verlangt Geduld: Die Walnusssauce wird sanft erhitzt, niemals stark kochend, denn intensive Hitze lässt das Öl der Walnuss sich absetzen und die Sauce statt samtig fettig werden. Dieselbe Basis aus gemahlenen Walnüssen taucht in anderen georgischen Saucen auf, etwa Satsebeli, aber in Satsivi wird sie zum absoluten Star, der die Hähnchenstücke in einer dicken, mit warmen Gewürzen wie Zimt und Nelken duftenden Schicht umhüllt — eine seltene Kombination im Rest der georgischen Küche, die sich viel stärker auf frische Kräuter stützt.
Der Name bedeutet auf Georgisch wörtlich „kalt"
Anders als die meisten georgischen Gerichte wird es kalt oder bei Zimmertemperatur serviert, nie heiß
Die Sauce besteht fast ausschließlich aus gemahlenen Walnüssen
Keine Sahne, keine Butter — die Cremigkeit kommt allein von den Walnüssen
Die Sauce köchelt sanft, niemals stark kochend
Starkes Kochen lässt die Walnusssauce gerinnen und ölig werden
Ein traditionelles Festgericht, besonders zu Neujahr
Es wird im Voraus zubereitet und als Teil der kalten Festplatte serviert
Zutaten 4 Portionen
- 1,2kg ganzes Hähnchen oder Hähnchenschenkel
- 1 Zwiebel, geviertelt
- 2 Lorbeerblätter
- 350g Walnüsse
- 5 Knoblauchzehen
- 1 Zwiebel, fein gehackt
- 3 EL Pflanzenöl
- 1 TL gemahlener Koriander
- 1/2 TL gemahlenes blaues Bockshornklee (Utskho-Suneli)
- 1/4 TL gemahlener Zimt
- 1/4 TL gemahlene Nelken
- Eine Prise gemahlene imeretische Ringelblume
- 1 EL Weißweinessig oder Granatapfelsaft
- Granatapfelkerne, zum Garnieren
Zubereitung
- 1POCHIERE DAS HÄHNCHEN: das Hähnchen mit der geviertelten Zwiebel und den Lorbeerblättern in Wasser köcheln, bis es durchgegart ist, etwa 40 Minuten; die Brühe aufheben.
- 2BEREITE DIE WALNUSSBASIS ZU: die Walnüsse und den Knoblauch zu einer feinen Paste mahlen.
- 3SCHWITZE DIE ZWIEBEL AN: die fein gehackte Zwiebel in Öl anschwitzen, bis sie weich und goldbraun ist.
- 4VERBINDE DIE SAUCE: die Walnusspaste nach und nach mit warmer Hähnchenbrühe glattrühren, die angeschwitzte Zwiebel und die Gewürze einrühren — Koriander, Bockshornklee, Zimt, Nelken, Ringelblume.
- 5KÖCHLE SANFT: die Sauce bei niedriger Hitze köcheln lassen, rühren, bis sie leicht eindickt, ohne stark zu kochen, damit sie nicht gerinnt.
- 6FÜGE DEN ESSIG HINZU: den Essig oder Granatapfelsaft für Frische einrühren.
- 7VERBINDE MIT DEM HÄHNCHEN: das pochierte Hähnchen in Stücke schneiden und die Sauce darüber gießen.
- 8LASS ES KÜHLEN: bei Zimmertemperatur oder im Kühlschrank einige Stunden oder über Nacht ruhen lassen, damit sich die Aromen verbinden.
- 9SERVIEREN: mit Granatapfelkernen garnieren.
Nährwertangaben
pro Portion (~350 g)
Geschätzte Nährwertangaben.
Passt perfekt zu





